Irische Landschaft und Amerikanisches Thanksgiving in Dublin

Hallo aus dem mittlerweile sehr kühlen Dublin!

 

Nach fast 3 Monaten in Dublin am Griffith Colleges haben wir uns mittlerweile sehr gut eingelebt. Die meisten wohnen direkt am Campus in 4er Appartements, die vom Luxus her einer Jugendherberge aus den 90iger gleichen. Aber mit viel Willen, Fantasie und einigem Dekorationsgeschick haben wir es uns hier gemütlich gemacht und fühlen uns mittlerweile pudelwohl. Viele Studenten unterschiedlicher Nationen studieren hier und der Umgang miteinander ist hervorragend. Hier gibt es keine „Grenzen“.

An den Unterricht mussten wir uns erst gewöhnen. Alles läuft ein wenig anders als in Deutschland und das ist gerade in der Anfangszeit schwer, da der Mensch ja bekanntlich ein Gewohnheitstier ist.

Aber schnell wurde uns klar, dass wir alle im „gleichen Boot sitzen“ und durch die Unterstützung untereinander, durch Gruppen- bzw. Projektarbeiten, ist man sich näher gekommen – nicht zu vergessen die Ausflüge in die City u. die Treffen in den Zimmern  – die viel zu einem positiven Gruppenleben beigetragen haben.

Am 15.11 fand ein drei tägiger Trip durch Irland statt, der von der Students Union des Griffith Colleges organisiert wurde.Gruppenbild Trip

Freitagmorgen um 8.30 Uhr war Treffpunkt vor der Students Union. Es waren alle pünktlich, bis auf die Organisatoren. Also ging es erst gegen 9 Uhr los.

Anfangs kam die  Stimmung im Bus nur langsam in Schwung, da alle noch super müde waren. Aber nach der ersten Rast wurde alles lockerer und munterer und die  die Party im Bus fand ihren Anfang.

Unser erster Stopp war Cong, ein verschlafenes, typisch irisches Dorf. Dort hatten wir Lunch und konnten uns ein wenig die Beine vertreten.

Danach ging es weiter nach Galway, wo wir auch übernachteten. Galway muss man gesehen haben. Eine richtig schöne Stadt am Nord Atlantik.

Abends nahmen wir alle an einer Pub Tour teil, die in einem Club endete, wo bis in die frühen Morgen Stunden getanzt wurde.

Um 9.15 Uhr sollte am nächsten Morgen Abfahrt sein, da aber das Gerücht umging, dass wir erst um 10 Uhr fahren würden, brach morgens Panik aus, da der Busfahrer uns unsanft wach klopfte und meinte, wir würden in 10 Minuten los fahren!!!

Als alle im Bus waren, mit oder ohne Nachwehen der letzten Nacht, ging es endlich zu den Cliffs of Moher.

Unterwegs wurde ein Zwischenstopp  bei  den „Baby Cliffs“ eingelegt, die schon atemberaubend schön waren.

Nicht zu toppen waren anschließend die Cliffs of Moher. Uns stockte der Atem. Man kann es nicht in  Worte fassen. Deshalb hier ein paar Bilder von den Klippen.Landschaft

Cliffs of Moher

Leider hatten wir  nur zwei Stunden Zeit, um uns die Klippen anzuschauen. Dieses Erlebniss wird wohl keiner so schnell vergessen. Danach waren wir froh warum, als wir in Killarney ankamen, wo übernachteten. Abends wurde in einem Pub gegessen . Der Abend endete früher als gewohnt, da jeder sehr müde war.

Um 9.15 Uhr ging es weiter zum Blarney Castle, wo einige von uns den berühmten Stein der Sprachgewandtheit küssten. Der Legende nach erlangt derjenige, der den Blarney-Stein küsst, die Gabe des freien Sprechens, wobei einige danach glaubten, diese Gabe nun zu besitzen und nicht mehr aufhörten zu reden. Das müssen sie wohl irgendwie falsch verstanden haben.

Danach ging es weiter nach Cork  wo wir  nur 1 ½ Stunden verbrachten. Nach rund 4 Stunden Fahrt, kamen wir leider wieder in Dublin an. Wir hätten gerne noch mehr gesehen. Der Trip hat jedem sehr gut gefallen und wir haben viel von Irland und der atemberaubenden Landschaft gesehen.

 

Am 28.11. feierten wir nach amerikanischer Tradition Thanksgiving, was in Irland eigentlich nicht gefeiert wird. Da aber einige von uns Thanksgiving schon in den USA gefeiert haben, dachten wir, es wäre ein schöner Anlass, um ein Gruppenkochen zu starten. Leider hat das mit dem Gruppenkochen nicht so geklappt, da unsere Küchen  nicht so viel Platz bieten.thxgivin' dinner

Also kochten 19 Leute in 7 verschiedenen Küchen. Da wir keinen Ofen in unseren Wohnungen haben, um den Truthahn zu machen, mussten wir kreativ werden und das Fleisch in der Pfanne zubereiten.

Hier das komplette Menü:

Zur Begrüßung gab es Krabbencocktail, Thunfisch Dip und Kürbis-Toast Schnittchen.

Gefolgt von Truthahnbrust, Bratensoße, Cranberry- Soße, Stuffing, Käsemakkaroni, Kartoffelpüree, grüne Bohnen mit Schinken und Champignoncreme, Süßkartoffeln, Rotkohl, russischer Salat, Käseplatte, Baguette mit Knoblauchbutter.

Selbstgemachte Cupcakes, Tiramisu und Schokofrüchte rundeten das Menü ab.

Alles war perfekt und wir konnten eine internationale Küche genießen.

Unser Appartement musste allerdings erst mal komplett umgestellt werden. Die Couchen mussten in die Schlafzimmer und die Schreibtische wurden zu Esstischen umfunktioniert. Eng aber gemütlich.

Und wie es an Thanksgiving üblich ist, hat jeder der Reihe nach gesagt, für was er dankbar ist. Es war ein richtig schöner Abend.

Leider war am nächsten Tag die Ruhe vorbei, da wir im Dezember einige Projektarbeiten abgeben müssen und es so langsam auf die Klausurenphase zu geht. Das Arbeitspensum ist hier schon höher als in Deutschland und man gewöhnt sich leider auch nicht so schnell daran. Aber es wird schon schief gehen.

So, dann wünschen wir schon mal Frohe Weihnachten, eine besinnliche Zeit und ein Frohes Neues Jahr.

 

Over and out aus Dublin!