Stellenbosch – die Zweite

Erfahrungsbericht 2

Der Frühling hat begonnen (es herrschen größtenteils um die 30°C), wohingegen in Deutschland der Herbst eingebrochen ist. Die Europäer werden immer blasser und wir in Südafrika immer braun-gebrannter.

Die Bandbreite an Aktivitätsangeboten ist sehr hoch: Von Weinwochenenden auf Weinfarmen/Wine Tastings, River Rafting, Fallschirmspringen (günstig mit ca. 170€), Paraglyden, Shark-Cage Diving auf dem Atlantik (weiße Haie hautnah aus einem Taucherkäfig erleben – Vorsicht: Seekrankheit vorprogrammiert!), Wanderungen durch atemberaubende Landschaften/Naturreservaten, Bergsteigen wie etwa auf den Tafelberg / Lions Head / Signal Hill und vielen mehr. Viele Aktivitäten werden auch von ISOS, der internationalen Studentenvereinigung, angeboten.

Eine Führung durch Townships wie etwa in Langa/Gugs wird ausdrücklich empfohlen. Denn hier erhält man noch einmal eine ganz andere Sicht von Südafrika. Hierbei wird neben einem geschichtlichen Hintergrund auch das Leben der in den zum Großteil in Blechhütten lebenden Menschen nahe gebracht. Außerdem erhält man die Möglichkeit, frisch enthauptete Schafsköpfe und selbstgebrautes Bier zu probieren. Ob es sich hierbei um einen Gaumenschmauß handelt, sei dahingestellt. Darüber hinaus sind während der Führung die vielen kleinen Kinder stetige Begleiter.

Neben den traditionellen Weinfarmen, hat Stellenbosch beispielsweise noch eine Eulen- und Adleraufzuchtsstation zu bieten, bei der man die Möglichkeit hat, Eulen und Adler auf der Hand zu halten und zu streicheln J.

Das Nightlife in Stellenbosch ist besonders günstig. Die Leute sind sehr offen und kontaktfreudig, sodass die Kneipen und Clubs stetig von vielen Studenten aufgesucht werden.

Cape Point und der Kap der Guten Hoffnung, die den südwestlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents bilden, sind ein absolutes Muss. Zu der faszinierenden Umgebung kommen noch die Begegnungen mit Sträußen, Dassies (ähneln Murmeltieren) Pavianen sowie Pinguinen (besonders am Boulders Beach) hinzu.

Auch das Walfestival im September/Oktober in Hermanus verspricht einen Blick auf Wale.

Die Tradition vieler ist das wöchentliche all-you-can-eat Sushi geworden, bei dem man sonntags für nur R109 (ca. 10,90€) seinen Bauch mit bestem Sushi vollschlagen kann.

Kapstadt hat ebenfalls schöne „Anhaltspunkte“ zu bieten, wie etwa dem Canal Walk, dem größten Shoppingcenter Südafrikas, die Waterfront, die Besichtigung von Robben Island (ein altes Gefängnis auf der Insel vor Kapstadt), dem Green Market mit seinen vielen Arts and Crafts- Händlern, dem Company’s Garden mit handzahmen Eichhörnchen und dem Restaurant Mama Africa, bei dem unter anderem Krokodil, Antilope, Strauß und Springbock auf der Speisekarte stehen.

Auch die allbekannte Garden-Route, der Küsten-Route Südafrikas, ist auf Grund der einmaligen Landschaftseindrücke ein absolutes Muss. Daneben sind Safaris wie etwa Aquila bei Kapstadt oder auch dem Krüger Park bei Johannesburg für die freie Zeit nach den Prüfungen für viele Studenten in Planung.

Anbei ein kleines zusammenfassendes Video über das Auslandssemester hier in Südafrika von Adrian Frot und Patrick Burkhardt (Design, München): http://vimeo.com/51555052